Abschied nehmen ist ein ganz individueller Weg, den man nicht allein gehen muss.

Trauer und ihre Bewältigung sind für viele Hinterbliebene sehr schwierig. Oft wird Trauer auch nicht gleich nach dem Todesfall empfunden, sondern stellt sich erst später ein. Setzen Sie sich hier nicht selbst unter Druck, denn jeder Mensch ist anders. So kann sich das Abschiednehmen über einen sehr langen Zeitraum erstrecken, der vergeht, bevor Sie in dem Gedenken an den Verstorbenen gleichzeitig für sich selbst neuen Lebensmut und Lebensfreude entwickeln können.

Um die Trauer und den Todesfall zu verarbeiten, können Sie in verschiedener Weise Unterstützung bekommen. Wenn beispielsweise Gespräche mit anderen Hinterbliebenen oder guten Freunden und Bekannten, die einen auffangen können, nicht reichen, können Sie auch die Unterstützung eines professionellen Trauerbegleiters oder auch die Hilfe eines Psychologen in Anspruch nehmen.

Oft ist der erste und einer der wichtigsten Schritte für Hinterbliebene der Besuch der Trauerfeier und der Beisetzung, da mit diesen Zeremonien erkennbare Zeichen für den Todesfall gesetzt werden. Dies hilft vielen Menschen, den Tod als solchen erst einmal hinzunehmen.

Die Trauerbewältigung verläuft in der Regel in vier Phasen:

  • In der kurz darauf anschließenden zweiten Phase treten die Emotionen – Trauer, Wut, Verständnislosigkeit - nach außen, was je nach emotionaler Betroffenheit und eigener Lebenskraft auch Jahre andauern kann.
  • Erst in der dritten Phase verstehen die Hinterbliebenen, ohne den Verstorbenen zu leben, gleichwohl aber Erinnerungen und Wertvorstellungen mit ihm zu teilen.
  • In der ersten Phase unmittelbar nach dem Sterbefall müssen die Hinterbliebenen erst einmal akzeptieren, dass ein naher Mensch verstorben ist. Dies ist gerade bei unerwarteten Sterbefällen, so nach Unfällen, für viele Menschen schwierig.
  • In der vierten Phase fassen die Hinterbliebenen wieder Lebensmut und verfolgen eigene Ziele.
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Im Zeitalter der immer weiter steigenden Bedeutung des Internets besteht auch die Möglichkeit, auf entsprechenden Internetseiten Traueranzeigen und solche zum Todestag zu schalten oder virtuell Kerzen zu entzünden. Auch gibt es Internetforen, in denen sich Hinterbliebene austauschen können.

Abschied nehmen von einem Verstorbenen kann sehr schwierig sein. Denken Sie aber immer daran, dass sich Ihnen verschiedene Möglichkeiten der Hilfe bieten. Auch wir begleiten Sie auf diesem Weg.

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Fragen und Antworten

Wann sollte man sich Unterstützung in der Trauer holen?

Wenn der Alltag dauerhaft schwerfällt oder das Gefühl entsteht, mit der Trauer allein nicht weiterzukommen, kann Unterstützung sinnvoll sein. Gespräche mit vertrauten Menschen oder professionellen Begleitern können entlasten.

Verläuft Trauer bei jedem Menschen gleich?

Nein, Trauer verläuft nie bei allen Menschen gleich. Gefühle, Dauer und Art der Verarbeitung unterscheiden sich oft deutlich von Person zu Person.

Wie lange trauert man um einen nahestehenden Menschen?

Trauer ist sehr individuell und verläuft bei jedem Menschen anders. Wie lange sie dauert, lässt sich deshalb nicht allgemein festlegen.

Wie lange dauert Trauer?

Trauer kann Wochen, Monate oder auch deutlich länger andauern. Entscheidend ist, dass jeder Mensch seinen eigenen Umgang mit dem Verlust findet.

Wann wird Trauer leichter?

Für viele Menschen verändert sich Trauer mit der Zeit. Unterstützung durch Familie, Freunde oder professionelle Begleitung kann helfen, den eigenen Weg durch die Trauer zu finden.

Ist Trauer ein normaler Prozess?

Ja, Trauer ist eine natürliche Reaktion auf den Verlust eines geliebten Menschen. Sie kann sich emotional, körperlich und im Alltag sehr unterschiedlich zeigen.

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